{"id":693,"date":"2020-08-26T20:13:29","date_gmt":"2020-08-26T18:13:29","guid":{"rendered":"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/?p=693"},"modified":"2020-08-26T20:13:31","modified_gmt":"2020-08-26T18:13:31","slug":"reisewarnung-fuer-mehr-als-160-laender-verlaengert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/index.php\/reisewarnung-fuer-mehr-als-160-laender-verlaengert\/","title":{"rendered":"Reisewarnung f\u00fcr mehr als 160 L\u00e4nder verl\u00e4ngert"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"672\" src=\"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/media.media_.39a6b4ad-43c1-4825-8e9c-9b7e23ccea5e.original1024-1024x672.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-694\" srcset=\"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/media.media_.39a6b4ad-43c1-4825-8e9c-9b7e23ccea5e.original1024-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/media.media_.39a6b4ad-43c1-4825-8e9c-9b7e23ccea5e.original1024-300x197.jpg 300w, https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/media.media_.39a6b4ad-43c1-4825-8e9c-9b7e23ccea5e.original1024-768x504.jpg 768w, https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/08\/media.media_.39a6b4ad-43c1-4825-8e9c-9b7e23ccea5e.original1024.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Bis zum 14. September wird die Reisewarnung f\u00fcr mehr als 160 L\u00e4nder au\u00dferhalb der EU verl\u00e4ngert.\u00a0<em>Foto: dpa\/Matthias Balk<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Der Sommerurlaub in Corona-Zeiten geht langsam zu Ende. Aus medizinischer Sicht ist die Bilanz ern\u00fcchternd bis erschreckend. Viele Touristen brachten das Virus mit nach Hause. Daraus zieht die Bundesregierung jetzt Konsequenzen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Berlin &#8211; DDie&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Bundesregierung\">Bundesregierung<\/a>&nbsp;hat die&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Reise\">Reise<\/a>warnung wegen der Corona-Pandemie f\u00fcr mehr als 160 L\u00e4nder au\u00dferhalb der Europ\u00e4ischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verl\u00e4ngert. Damit sollen Touristen weiterhin von Reisen in beliebte Urlaubsl\u00e4nder wie \u00c4gypten, Tunesien, Thailand oder die Dominikanische Republik abgehalten werden. Ein Grund ist, dass viele Sommerurlauber das Virus mit zur\u00fcck nach Deutschland gebracht haben. F\u00fcr die Tourismusbranche ist die Verl\u00e4ngerung der Reisebeschr\u00e4nkungen ein weiterer harter Schlag. Der Reiseverband DRV sprach von einem \u201efalschen Signal\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Hauptkritikpunkt der Branche ist, dass die Reisewarnung pauschal f\u00fcr mehr als 80 Prozent der L\u00e4nder dieser Welt gilt. Nur in Europa wird die Lage bislang differenziert betrachtet.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kein Verbot, aber abschreckende Wirkung<\/h2>\n\n\n\n<p>Angefangen hatte alles am 17. M\u00e4rz, als Bundesau\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen eine beispiellose Ma\u00dfnahme verk\u00fcndete: Eine Warnung vor touristischen Reisen in alle rund 200 L\u00e4nder der Welt. Erst im Juni &#8211; unmittelbar vor Beginn der Haupturlaubszeit &#8211; wurden die L\u00e4nder der Europ\u00e4ischen Union, des grenzkontrollfreien Schengen-Raums sowie Gro\u00dfbritannien, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat ausgenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damit wollte die Regierung den B\u00fcrgern in schwierigen Corona-Zeiten Erholung am Mittelmeer oder in anderen beliebten europ\u00e4ischen Ferienregionen g\u00f6nnen. Sp\u00e4ter wurde die Reisewarnung auch noch f\u00fcr die wichtigsten Urlaubsgebiete in der T\u00fcrkei gestrichen.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mehr als 160 L\u00e4nder galt sie dagegen weiter &#8211; bisher bis zum 31. August befristet. Die am Mittwoch vom Kabinett beschlossene Verl\u00e4ngerung um zwei Wochen begr\u00fcndete die Bundesregierung mit ansteigenden Infektionszahlen in vielen L\u00e4ndern, der Einschleppung des Virus nach Deutschland durch R\u00fcckkehrer und der Reaktivierung der Reisewarnung auch f\u00fcr einige&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/EU\">EU<\/a>-Regionen. \u201eKlar ist, die Lage wird sich zumindest bis Mitte September nicht ausreichend entspannen, um vorher schon die weltweite Reisewarnung aufheben zu k\u00f6nnen\u201c, sagte eine Sprecherin des Ausw\u00e4rtigen Amts.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite f\u00fcr Verbraucher: Sie erm\u00f6glicht es Reisenden, Buchungen kostenlos zu stornieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Reisewarnung nicht gleich Risikogebiet<\/h2>\n\n\n\n<p>Die Reisewarnung erfolgt unabh\u00e4ngig von der Einstufung von L\u00e4ndern als Risikogebiet. Derzeit besteht zwar f\u00fcr mehr als 160 L\u00e4nder eine Reisewarnung, aber nur etwas mehr als 130 davon sind als Risikogebiet eingestuft. Ein Beispiel: F\u00fcr Thailand gibt eine Reisewarnung, weil dort noch eine Einreisesperre f\u00fcr Touristen gilt. Es ist wegen geringer Infektionszahlen aber kein Risikogebiet mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr R\u00fcckkehrer aus Risikogebieten hat die Bundesregierung erst Anfang August eine Corona-Testpflicht beschlossen, die jetzt aber m\u00f6glicherweise schon wieder r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht wird. An diesem Donnerstag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpr\u00e4sidenten der L\u00e4nder dar\u00fcber beraten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den Vorstellungen von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sollen sich die R\u00fcckkehrer aus Risikogebieten k\u00fcnftig in Quarant\u00e4ne begeben und diese fr\u00fchestens mit einem f\u00fcnf Tage nach Einreise vorgenommenen negativen Test verlassen d\u00fcrfen. Im Moment gilt f\u00fcr diese Reisenden noch, dass sie die Quarant\u00e4ne mit Vorlage eines maximal 48 Stunden alten Tests bei der Einreise oder durch einen in Deutschland auf Anordnung der Beh\u00f6rden gemachten Test umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier gibt es aber Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesl\u00e4ndern: So gilt in Schleswig-Holstein beispielsweise bereits jetzt die Pflicht, einen zweiten negativen Test fr\u00fchestens f\u00fcnf Tage nach Einreise aus einem Risikogebiet vorzuweisen, um die dortige Quarant\u00e4nepflicht verk\u00fcrzen zu k\u00f6nnen. Ein Test kurz vor oder direkt nach der Einreise sagt wegen der Inkubationszeit nach Einsch\u00e4tzung von Experten noch nicht viel \u00fcber eine Infektion aus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kritik an neuer Quarant\u00e4neregel<\/h2>\n\n\n\n<p>Bayerns Ministerpr\u00e4sident Markus S\u00f6der (CSU) erneuerte seine Kritik an den Pl\u00e4nen. Man k\u00f6nne nicht verpflichtende Tests einf\u00fchren, \u201eund nach zwei Wochen schaffen wir sie wieder ab\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Spahn sagte dagegen, nun solle nach den \u201ezus\u00e4tzlichen Testanstrengungen in der Reisezeit\u201c wieder zu einem \u201eLangzeitansatz\u201c zur\u00fcckgekehrt werden. Es gehe darum, zielgerichtet Menschen mit Symptomen und mit Kontakt zu Covid-19-Patienten, Pflegekr\u00e4fte, \u00c4rzte und Pflegebed\u00fcrftige zu testen. Er verwies erneut darauf, dass die Laborkapazit\u00e4ten endlich seien.<\/p>\n\n\n\n<p>Kritik kommt aber nicht nur aus Bayern. Die Tourismusbranche bef\u00fcrchtet neue Einbr\u00fcche durch neue Quarant\u00e4neregeln und die Verl\u00e4ngerung der Reisewarnung. \u201eEine \u00f6konomische Erholung der Weltwirtschaft wird ohne Reisen nicht gelingen k\u00f6nnen\u201c, mahnte Norbert Fiebig, Pr\u00e4sident des Reiseverbands DRV. \u201eDie komplexen Auswirkungen der Reisewarnung in Kombination mit Quarant\u00e4neregelungen verhindern in gro\u00dfem Umfang auch Gesch\u00e4ftsreisen und besch\u00e4digen das Gesch\u00e4ft von exportorientierten Unternehmen\u201c. Fiebig beklagt einen \u201epolitischen Zickzackkurs\u201c ohne Klarheit und Verl\u00e4sslichkeit. \u201eDamit verwirrt Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Urlauber.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Sommerurlaub in Corona-Zeiten geht langsam zu Ende. Aus medizinischer Sicht ist die Bilanz ern\u00fcchternd bis erschreckend. Viele Touristen brachten das Virus mit nach Hause. 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