{"id":715,"date":"2020-10-27T06:04:00","date_gmt":"2020-10-27T05:04:00","guid":{"rendered":"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/?p=715"},"modified":"2020-12-14T04:13:50","modified_gmt":"2020-12-14T03:13:50","slug":"tiefbunker-zugang-loest-hitzige-debatte-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/index.php\/tiefbunker-zugang-loest-hitzige-debatte-aus\/","title":{"rendered":"Tiefbunker-Zugang l\u00f6st hitzige Debatte aus"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Verein Schutzbauten ist von der Stadtverwaltung entt\u00e4uscht und l\u00e4sst seinem \u00c4rger freien Lauf.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"672\" src=\"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/media.media_.a1b311e8-f454-4a05-b73c-bb16129d7d5b.original1024-1024x672.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-716\" srcset=\"https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/media.media_.a1b311e8-f454-4a05-b73c-bb16129d7d5b.original1024-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/media.media_.a1b311e8-f454-4a05-b73c-bb16129d7d5b.original1024-300x197.jpg 300w, https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/media.media_.a1b311e8-f454-4a05-b73c-bb16129d7d5b.original1024-768x504.jpg 768w, https:\/\/enjoy-stuttgart.org\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/media.media_.a1b311e8-f454-4a05-b73c-bb16129d7d5b.original1024.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Das alte rote Zugangsgeb\u00e4ude zum Tiefbunker soll weichen.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/thema\/Stuttgart-Feuerbach\">Stuttgart-Feuerbach<\/a>&nbsp;&#8211; Rund um den Feuerbacher Bahnhof soll bis 2023\/2024 das Quartier am Wiener Platzmit 165 neuen Wohnungen entstehen. Noch ist auf der circa 14\u200a000 Quadratmeter gro\u00dfen Fl\u00e4che nicht viel zu sehen. Wo fr\u00fcher der Galvanisierungsbetrieb Schoch angesiedelt war, mussten zun\u00e4chst die kontaminierten Geb\u00e4ude abgerissen und dann der verseuchte Boden ausgetauscht werden. In den Chromb\u00e4der-Hallen hantierte die Firma Schoch t\u00e4glich mit gesundheitssch\u00e4d\u00adlichen Stoffen, die jahrzehntelang in den Boden und damit ins Grundwasser gesickert sind.Mehr zum Artikel<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.der-verein-schutzbauten-stuttgart-feiert-zehnjaehriges-bestehen-verborgenes-ausgegraben.6696dda3-ab5b-4d2a-a5d2-5514434ff871.html\"><em>Der Verein Schutzbauten Stuttgart feiert zehnj\u00e4hriges Bestehen<\/em><strong>Verborgenes ausgegraben<\/strong><\/a><\/li><li><a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.fluechtlinge-in-stuttgart-tiefbunker-wird-keine-fluechtlingsunterkunft.5033e8fb-5a36-44f8-bd02-1910ca3ce911.html\"><em>Fl\u00fcchtlinge in Stuttgart<\/em><strong>Unmenschliche Unterbringung<\/strong><\/a><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Der Bebauungsplan f\u00fcr das neue Quartier ist in Arbeit und soll Ende des Jahres ausgelegt werden. \u201eMitte 2021 k\u00f6nnten dann Bauantr\u00e4ge eingereicht werden. Sp\u00e4testens 2024 m\u00fcssten die Wohnungen bezugsfertig sein\u201c, erkl\u00e4rt Matthias Bertram, der Leiter der Abteilung Stadterneuerung und Wohnbauentwicklung beim Amt f\u00fcr Stadtplanung und Wohnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aktuell bereitet die Beh\u00f6rde parallel die Ausschreibung f\u00fcr ein Teilprojekt vor, das dem Feuerbacher Rolf Zielfleisch sehr am Herzen liegt. Es geht um den Tiefbunker, den der Verein Schutzbauten betreut. Regelm\u00e4\u00dfig werden dort F\u00fchrungen angeboten, an denen laut Zielfleisch, dem Ersten Vorsitzenden des Vereins, j\u00e4hrlich rund 3500 Besucher teilnehmen. Seit Jahren k\u00e4mpft der Feuerbacher daf\u00fcr, dass im Rahmen der Neubebauung rund um den Bahnhof der Tiefbunker ein neues Zugangsgeb\u00e4ude mit Ausstellungsfl\u00e4che bekommt. Doch die aktuellen Pl\u00e4ne der Stadt ver\u00e4rgern Zielfleisch, der in der j\u00fcngsten Sitzung des Bezirksbeirats seinem Groll Luft verschaffte. Nach einem Gespr\u00e4ch mit einer Mitarbeiterin des Amtes f\u00fcr Stadtplanung und Wohnen ging Zielfleisch davon aus, dass es mit einem neuen, gro\u00dfz\u00fcgigen Zugangsgeb\u00e4ude mit Ausstellungsfl\u00e4che nichts wird. \u201eDas ist ein Unding!\u201c Im Rahmen der B\u00fcrgerbeteiligung im Jahr 2012 sei das anders besprochen worden. \u201eWenn die neuen Pl\u00e4ne umgesetzt werden, ist das Amt f\u00fcr Stadtplanung und Wohnen der Totengr\u00e4ber dieser Einrichtung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kein Geld f\u00fcr ein repr\u00e4sentatives Eingangsgeb\u00e4ude<\/h2>\n\n\n\n<p>Bezirksvorsteherin Andrea Kl\u00f6ber versuchte den aufgebrachten Zielfleisch etwas zu beruhigen: \u201eDas Amt m\u00f6chte definitiv Ihren Verein und Ihr Engagement nicht erw\u00fcrgen. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.\u201c Allerdings gab Kl\u00f6ber auch zu bedenken, dass im Rahmen der B\u00fcrgerbeteiligung viele Ideen eingeflossen seien. Alle k\u00f6nnten aber nicht umgesetzt werden. Und derzeit sehe es wohl so aus, als stehe f\u00fcr ein neues repr\u00e4sentatives Eingangsgeb\u00e4ude f\u00fcr den&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.fluechtlinge-in-stuttgart-tiefbunker-wird-keine-fluechtlingsunterkunft.5033e8fb-5a36-44f8-bd02-1910ca3ce911.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tiefbunker<\/a>&nbsp;kein Geld zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Matthias Bertram vom Amt f\u00fcr Stadtplanung und Wohnen wird auf Nachfrage konkreter: Im Juli 2012 hatte die Stadt einen st\u00e4dtebaulichen Wettbewerb f\u00fcr das neu zu ordnende Quartier am Wiener Platz ausgelobt. Die Pl\u00e4ne vom Planungsb\u00fcro Faktorgr\u00fcn und dem B\u00fcro Thomas Sch\u00fcler Architekten \u00fcberzeugten das damalige Preisgericht. 2017 sei man dann mit verschiedenen gestalterischen Vorschl\u00e4gen im Gestaltungsbeirat der Stadt gewesen, der aus verschiedenen St\u00e4dtebau- und Architekturexperten besteht. Die Mitglieder regten an, den Platz einheitlich und \u201ematerialhomogen\u201c zu gestalten. \u201eAlles Dekorative herunterfahren, alles m\u00f6glichst still machen\u201c, schlug das Gestaltungsbeiratsmitglied Barbara Hutter (Berlin) in ihrem zusammenfassenden Res\u00fcmee vor. Diskutiert wurden auch die Pl\u00e4ne und \u00dcberlegungen f\u00fcr eine \u201eBunker-Denkst\u00e4tte\u201c auf dem Platz. Der Architekt Thomas Sch\u00fcler hatte bereits vor Jahren auf Anregung der Stadt und des Vereins Schutzbauten mehrere planerische Varianten entwickelt, wie das Trafo-H\u00e4uschen und der Bunker-Eingang gestalterisch in das Gesamtkonzept integriert werden k\u00f6nnen. Er machte Entw\u00fcrfe f\u00fcr drei verschiedene Glas-Stahl-Konstruktionen, um den Zugang zu dem denkmalgesch\u00fctzten Bunker attraktiver zu gestalten und optisch aufzuwerten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Es k\u00f6nnte einen Ausstellungsraum in der N\u00e4he geben<\/h2>\n\n\n\n<p>Doch dem Gestaltungsbeirat erschien dieser \u201eZugang\u201c zum Thema Bunker der falsche Ansatz zu sein: Das m\u00fcsse etwas ganz Archaisches werden, wo dem Besucher der Eindruck vermittelt werde, was das zu Kriegszeiten f\u00fcr eine lebensbedrohliche und bedr\u00fcckende Situation gewesen sei, sagte die Architektin D\u00f6rte Gatermann. Der Besucher m\u00fcsse sp\u00fcren: \u201eOh Gott, ich gehe in einen Bunker hinein. Da kann man nicht einen gl\u00e4serner Pavillon machen und einfach Gedenkort darauf schreiben.\u201c Nach dieser Sitzung sei das Thema erst einmal zum Ruhen gekommen, erkl\u00e4rt Bertram. \u201eWir mussten uns zun\u00e4chst im Quartier um das alte Postgeb\u00e4ude, die Erweiterung der Firma Klumpp und die Baugemeinschaften k\u00fcmmern. Aktuell haben wir das Thema Bunker-Zugang nun wieder aufgegriffen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Erster Ansprechpartner sei Rolf Zielfleisch und der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.der-verein-schutzbauten-stuttgart-feiert-zehnjaehriges-bestehen-verborgenes-ausgegraben.6696dda3-ab5b-4d2a-a5d2-5514434ff871.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Verein Schutzbauten&nbsp;<\/a>gewesen. Man habe dann einen Vor-Ort-Termin ausgemacht. Da habe der Vorsitzende des Vereins wohl etwas in den falschen Hals bekommen, was zu seinem Auftritt im Bezirksbeirat gef\u00fchrt habe. \u201eDas ist irgendwo auch nachvollziehbar. Er ist mit viel Engagement dabei. Wir sind nicht verschnupft, weil wir bei seinem Vortrag nicht gut weggekommen sind.\u201c Man wolle den Verein unterst\u00fctzen. Auch wenn es kein neues Zugangsgeb\u00e4ude mit Ausstellungsfl\u00e4che geben werde, so habe man h\u00f6chstwahrscheinlich im Erdgeschoss der in unmittelbarer N\u00e4he befindlichen Neubebauung die M\u00f6glichkeit, einen Raum f\u00fcr Ausstellungen zu bekommen. \u201eWir haben diesbez\u00fcglich positive Signale empfangen\u201c, sagt Bertram. \u201eWir erarbeiten nun gerade eine Ausschreibung f\u00fcr ein schlankeres Eingangsgeb\u00e4ude. Wie das letztlich aussehen wird, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Das wird der Wettbewerb zeigen.\u201c Im n\u00e4chsten Quartal solle das aber in trockenen T\u00fcchern sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Verein Schutzbauten ist von der Stadtverwaltung entt\u00e4uscht und l\u00e4sst seinem \u00c4rger freien Lauf. 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