Inzidenz 13,0 – dieser Ort hat das Virus am besten im Griff

Heidelberg darf sich aktuell über die niedrigste Corona-Inzidenz im Südwesten freuen. Foto: dpa/Uwe Anspach

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg sinkt wieder. Besonders ein Ort im Südwesten darf sich über gute Corona-Werte freuen – wo die Lage aktuell am besten und wo sie am schlechtesten ist.

Stuttgart – Nach einem kurzen Wiederanstieg ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg auf den niedrigsten Stand seit Wochen gesunken. Der landesweite Wert ging (Stand 16.00 Uhr) um 3,1 auf 42,0 herunter, wie das Landesgesundheitsamt am Mittwochabend mitteilte. Die meisten anderen Bundesländer liegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts aber niedriger als Baden-Württemberg. Die bundesweite Inzidenz lag zuletzt bei 36,8.

Heidelberg hat Corona-Inzidenz 13,0

Am Dienstag hatte die Inzidenz im Südwesten noch bei 45,1 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gelegen. Das war ein Anstieg um 2,2 gewesen, nachdem die Tendenz schon länger nach unten gezeigt hatte. Am Mittwoch lagen 27 der 44 Stadt- und Landkreise unter der Marke von 50. 15 Kreise unterschritten sogar den Wert von 35, unter dem es nach Plänen der Landesregierung ab Montag weitere Lockerungen geben könnte. Am niedrigsten liegt Heidelberg mit 13,0, am höchsten Tuttlingen mit 98,0. Dort könnte also bald wieder die bundesweite Corona-Notbremse gezogen werden.

Mittlerweile sind im Südwesten etwas mehr als 10 000 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Bis Mittwoch erlagen nach Angaben des Landesgesundheitsamts 10 003 Menschen einer Infektion mit SARS-CoV-2 oder im Zusammenhang damit. Das waren 12 mehr als am Vortag. Infiziert haben sich seit Beginn der Pandemie den Daten zufolge 494 321 Menschen (plus 830). Als genesen gelten einer Schätzung zufolge 469 182 Personen (plus 1652).

„Besorgniserregende Varianten“

Seit Ende Dezember wurden dem Landesgesundheitsamt 134 584 Fälle mit Hinweisen auf „besorgniserregende Varianten“ übermittelt. Als solche gelten Viren mit Mutationen, die ein höheres Ansteckungsrisiko haben, wie sie beispielsweise in Großbritannien (B.1.1.7/gemäß neuer Benennung der Weltgesundheitsorganisation nun als Alpha bezeichnet) entdeckt worden waren. Der Anteil von Alpha liegt im Südwesten den Angaben zufolge bei 98,8 Prozent.

Bislang wurden in Baden-Württemberg nach Angaben des Robert Koch-Instituts 4 731 601 Menschen einmal mit Impfstoffen geimpft, bei denen für den vollständigen Schutz eine zweite Dosis erforderlich ist. Als vollständig geimpft gelten 2 049 471 Menschen oder 18,5 Prozent. Eingerechnet hierbei sind auch Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson, bei dem eine Dosis ausreicht.

13 Prozent der 2358 betreibbaren Intensivbetten sind laut Landesgesundheitsamt im Moment frei. Dieser Wert ist wichtig, um die Auslastung des Gesundheitssystems beurteilen zu können. Solche Betten werden aber nicht nur für Covid-19-Patienten mit schweren Verläufen gebraucht, sondern ebenso für andere gravierende Erkrankungen.

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