66 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg haben sich laut Behörden inzwischen 66 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zuletzt infizierte sich eine Person aus Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg).

Wie das Landratsamt Ravensburg am Donnerstagvormittag mitteilte, hat sich eine Person mittleren Alters aus Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich in häuslicher Isolation.

Ein Teil einer Pflegeeinrichtung in Bad Rappenau (Kreis Heilbronn) steht seit Montag unter Quarantäne, weil sich ein Bewohner und eine Mitarbeiterin bei einem Pfleger angesteckt hatten. Am Mittwoch bestätigte das Sozialministerium, dass sich vier weitere Bewohner – zwei Männer und zwei Frauen – infiziert haben.

Zwei Fälle wurden außerdem am Mittwoch im Ostalbkreis gemeldet, eine 33-jährige und eine 38-jährige Frau. Beide sind Kontaktpersonen eines Infizierten und befinden sich in häuslicher Isolation. Im Zollern-Alb-Kreis hat sich eine 25-Jährige bei einem bereits bestätigten Infizierten angesteckt.

Außerdem wurde die Tochter eines 44-jährigen Infizierten aus Rudersberg (Rems-Murr-Kreis) positiv getestet. Das Schulzentrum in Rudersberg bleibt deshalb die ganze Woche geschlossen.

Bei den weiteren am Mittwoch gemeldeten Fällen handelt es sich um Reiserückkehrer. Ein 49-Jähriger aus dem Kreis Sigmaringen war infiziert aus Südtirol zurückgekommen, genau wie zwei Männer aus Freiburg und Stuttgart. Auch im Alb-Donau-Kreis kamen ein 56-Jähriger und sein 19-jähriger Sohn angesteckt aus Südtirol zurück.

Im Kreis Heidenheim wurde ein 80-Jähriger in einem Krankenhaus stationär isoliert, nachdem er mit Symptomen aus Ägypten wiedergekommen war und inzwischen positiv getestet wurde. Außerdem hat sich eine Frau aus Mannheim infiziert, die Ende Februar aus dem Iran zurückgekommen war. Sie wurde zuhause isoliert.

Sozialminister: Achtsamkeit, aber kein Alarmismus

Außerdem wurden am Mittwoch weitere sechs Fälle gemeldet: eine 46-jährige Frau aus dem Main-Tauber-Kreis, die zuvor in Südtirol war, ein 61-jährigen Mann aus Ludwigsburg, der in Neapel in Italien war, und eine 54 Jahre alte Frau aus Stuttgart, die aus Barcelona (Spanien) zurückgekehrt war, haben sich infiziert. Außerdem haben sich drei Personen aus dem Rhein-Neckar-Kreis infiziert: ein 55-Jähriger, der zuvor Kontakt zu einer infizierten Person hatte, ein 36 Jahre alter Reiserückkehrer aus dem Iran und ein 55-Jähriger, der zuvor in Südtirol gewesen war.

Man werde alles dafür tun, dass das öffentliche Leben weitergehen könne, betonte Landessozialminister Manfred Lucha (Grüne) bei seiner Rede im Landtag am Mittwochvormittag: „Unsere Strategie lautet grundsätzlich: Höchste Aufmerksamkeit, höchste Achtsamkeit, aber kein Alarmismus.“

Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg ist auf 66 gestiegen. Ein Überblick über die Anzahl der Fälle:

  • Kreis Heilbronn: 12
  • Kreis Esslingen: 10
  • Freiburg: 8
  • Mannheim: 4
  • Ulm: 4
  • Landkreis Ludwigsburg: 3
  • Ostalbkreis: 3
  • Stuttgart: 3
  • Alb-Donau-Kreis: 2
  • Bodenseekreis 2
  • Landkreis Göppingen: 2
  • Heidelberg: 2
  • Rhein-Neckar-Kreis: 2
  • Rems-Murr-Kreis: 2
  • Landkreis Tübingen: 2
  • Zollernalbkreis: 2

Jeweils einen Fall meldeten die Gesundheitsämter im Kreis Böblingen, Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Kreis Emmendingen, Landkreis Heidenheim, Kreis Karlsruhe, Kreis Lörrach, Main-Tauber-Kreis, Kreis Ravensburg, Kreis Rottweil und im Landkreis Sigmaringen.

Der Patient „Null“ aus dem Kreis Göppingen, also der erste Patient in Baden-Württemberg, ist mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen worden.

Eine Hotline zum Coronavirus ist werktags zwischen 9 und 16 Uhr geschaltet: 0711/904-39555

Quelle: Sozialministerium Baden-Württemberg

Engpässe bei Schutzkleidung

Aktuell gibt es Engpässe bei der Virus-Schutzkleidung für Ärzte und Pfleger. Der Bund will nun ergänzend zu anderen Beteiligten Schutzkleidung zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser und Bundesbehörden beschaffen, wie am Mittwoch nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung mitgeteilt wurde. Der Export medizinischer Schutzausrüstung wie Atemmasken, Handschuhen und Schutzanzügen ins Ausland wird auf Anordnung des Wirtschaftsministeriums verboten.

Redner der Opposition riefen am Mittwoch im Landtag dazu auf, aus dem Auftreten des neuartigen Coronavirus Lehren zu ziehen. Die FPD-Fraktion verlangte mehr Ärzte für den öffentlichen Gesundheitsdienst. SPD und AfD verlangten, wieder mehr Arzneimittel im Land herstellen zu lassen als in China.

Desinfektionsmaßnahmen im Nahverkehr

Die Eisenbahnunternehmen in Baden-Württemberg verschärfen nach Angaben des Landesverkehrsministeriums die Desinfektionsmaßnahmen in den Nahverkehrszügen. So würden Handgriffe und Toiletten jetzt mit speziellen Desinfektionsmitteln gereinigt. Man bereite sich auch darauf vor, dass vermehrt Mitarbeiter von Zugunternehmen wegen Krankheit zu Hause blieben. Im Krisenfall sollen zuerst die Fahrpläne ausgedünnt werden, bevor ganze Strecken nicht mehr befahren werden.

Schulen schicken Klassen nach Hause

In Furtwangen im Schwarzwald-Baar-Kreis bleibt eine Werkrealschule am Donnerstag und Freitag geschlossen, weil sich eine Lehrkraft mit dem Coronavirus infiziert hat. Wann der Unterricht wieder stattfinden kann, möchte das Schulamt Donaueschingen am Donnerstag bekanntgeben. Die von der Lehrkraft unterrichtete Klasse und die mit ihr in Kontakt stehenden Kollegen müssen demnach 14 Tage lang zuhause in Quarantäne bleiben. Sollten bei ihnen Symptome auftreten, wie Niesen, Husten oder Fieber, werden sie ebenfalls auf das Virus getestet. Die Lehrkraft selbst komme nicht aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis.

Auch am Mörike-Gymnasium in Stuttgart müssen Schüler zu Hause bleiben. Am Dienstag hatte die Leitung drei Schulklassen aus Vorsicht vor dem Coronavirus nach Hause geschickt, weil drei Schüler in den Ferien Kontakt zu einer infizierten Person hatten. Die betroffenen Jugendlichen hätten sich nun auf das Virus testen lassen, mit einem Ergebnis sei in den nächsten Tagen zu rechnen. So lange sollen die betroffenen Klassen vorsichtshalber zu Hause bleiben.

Kultusministerium: Keine Klassenfahrten in Risikogebiete

Schulen sollen generell Klassenfahrten und Schüleraustausche in Risikogebiete des neuartigen Coronavirus absagen. Dies gelte bis zum Ende des laufenden Schuljahres, teilte das Kultusministerium am Dienstag in Stuttgart mit. Reisen in ausländische Regionen, die nicht vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt worden seien, sollten im Zweifel ebenfalls abgesagt werden. Die Stornierungskosten würden in diesen Fällen vom Land Baden-Württemberg übernommen. Zudem empfiehlt das Ministerium, dass Lehrer auch nicht privat in Risikogebiete fahren sollen. Für Reisen im Inland gibt es bislang keine Empfehlung zur Absage.

Bürgerforum zur Stuttgarter Opernsanierung verschoben

Aus Angst zahlreicher Teilnehmer vor dem Coronavirus wurde das für diesen Freitag geplante Bürgerforum zur milliardenteuren Sanierung des Stuttgarter Opernhauses verschoben. „Es hat sich fast die Hälfte der 40 zufällig ausgewählten Bürger für das Forum wegen Krankheit oder aus Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus abgemeldet“, sagte ein Sprecher der baden-württembergischen Landesregierung am Mittwoch.

Kretschmann zeigt Verständnis

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Dienstag Verständnis für die Ängste der Bürger gezeigt. Dass sich viele Menschen Sorgen machen, „verstehen wir gut“. „Ich bin froh, dass die Krankheit bei den Patienten im Land derzeit milde verlaufen ist.“

Gesundheitsminister Manfred Lucha und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (beide Grüne) informierten am Dienstag über die aktuelle Lage rund um das Coronavirus.

Man gehe entschlossen an die Aufgabe heran. Seit vergangener Woche tage im Innenministerium ein Verwaltungsstab, der das Vorgehen der Behörden koordiniere, so Kretschmann weiter. Er appellierte, Ruhe zu bewahren: „Das Zusammenwirken der Gesundheitsbehörden beim Auftreten von Infektionskrankheiten ist in Baden-Württemberg gut eingespielt. Alle beteiligten Stellen im Land und sämtliche Ressorts arbeiten intensiv zusammen, um die Menschen zu schützen“, so Kretschmann.

Die Landesregierung geht derzeit von einem weiteren Anstieg der Fallzahlen aus. In welcher Dimension – darauf wollte sich Landesgesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) nicht festlegen. Man wolle aber gerüstet sein, sollte die Zahl weiter ansteigen. 7,5 Millionen Euro könnten jederzeit ohne Probleme aus dem Landeshaushalt für Sonderprojekte entnommen werden. Das Land könne auf weitere Mittel im Haushalt zurückgreifen, falls es dramatische Auswirkungen des Coronavirus geben sollte, so Kretschmann.

84 Notfallzentren sollen landesweit entstehen

Die Landesregierung plant 84 Notfallpraxen, die für den Umgang mit dem Coronavirus ausgerüstet werden und die rund um die Uhr als Anlaufstelle für erkrankte Menschen oder Verdachtsfälle dienen können. Die Prüfung oder Einrichtung weiterer möglicher Quarantänestationen wurde am Dienstag nicht bekannt.

Ärzte im Ruhestand sollen mithelfen

In Baden-Württemberg sollen darüber hinaus gezielt Ärzte zum Einsatz kommen, die bereits pensioniert sind. Theoretisch seien 7.000 Ärzte im Land verfügbar. Wie viele von ihnen einem entsprechenden Aufruf der Kassenärztlichen Vereinigung folgen, ist noch nicht absehbar, so Lucha weiter.

Hamsterkäufe? Kretschmann widerspricht

Die überall im Land gemeldeten Hamsterkäufe, bei denen die Bevölkerung lang haltbare Lebensmittel oder Dinge des täglichen Gebrauchs in Massen einkauft, verteidigte Lucha indirekt – „aber alles mit Maß und Ziel“. Kretschmann dagegen wehrte sich dagegen, von Hamsterkäufen zu sprechen: Wenn jeder eine Packung Nudeln oder Mehl mehr kaufe als üblich, sei das Regal dann nun mal leer. „Das ist ganz normal, dass man in einer solchen Situation eine Tüte Nudeln mehr kauft, […] gehamstert wird noch nicht“, so Kretschmann.

Coronavirus-Risikogebiete laut Robert-Koch-Institut:

  • China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan)
  • Iran: Provinz Ghom, Teheran
  • Italien: RegionEmilia-Romagna,Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien
  • Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

Am Montag riet Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) Reisenden nicht pauschal von Fahrten in die norditalienischen Risikogebiete ab. Er empfahl aber ausdrücklich, Fahrten zu verschieben, wenn die Urlaubsplanung auch die Teilnahme an größeren gesellschaftlichen Ereignissen vorsieht.

Coronavirus auch in einem Pflegeheim angekommen

Am Montag wurde bekannt, dass in einem Pflegeheim in Bad Rappenau mehr als 100 Menschen unter Quarantäne stehen. Das teilte die Stadt mit. Ein 85 Jahre alter Bewohner hatte sich wohl bei einem 32-jährigen Pfleger angesteckt, der zuvor in Mailand war. Auch eine Kollegin des Pflegers wurde angesteckt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Coronavirus-Infektion wurde die gesamte Wohngruppe, die von dem Pfleger betreut wurde, unter Quarantäne gestellt. Offenbar wurden trotzdem weitere Infektionsfälle nachgewiesen. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass auch weitere Wohngruppen betroffen sein könnten. Der ganze Altenpflegebereich wurde deshalb isoliert. Besucher sind vorerst nicht mehr zugelassen.

Hotel- und Gaststättenverband rechnet mit deutlichem Umsatzrückgang

Der Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg (DEHOGA) hat angesichts der Coronavirus-Fälle im Land vor einem deutlichen Umsatz-Minus gewarnt. Besonders deutlich seien die Auswirkungen im Geschäftsreise- und Tagungsgeschäft, wie der Verband prognostiziert. „Die Folgen des Virus treffen das Tourismus- und Gastgewerbe mit voller Wucht“, so der baden-württembergische Verbandssprecher Daniel Ohl gegenüber dem SWR.

Unternehmen würden Firmen-Veranstaltungen absagen und Dienstreisen einschränken. Weil in vielen Fällen kostenlos storniert werden kann, würden die Hotelbetreiber häufig auf dem Schaden sitzen bleiben, so Ohl weiter. Auch die Gastronomen bekämen die Folgen des Coronavirus zu spüren: Weniger Tagungen und Firmenevents würden für weniger Restaurantbesuche sorgen. Nach Absagen diverser Veranstaltungen wie der internationalen Messe „IT-TRANS“ in Karlsruhe oder dem Unternehmertag des Landesbauernverbandes an der Messe Stuttgart rechne man mit weiteren Stornierungen in den kommenden Tagen und damit mit einem weitreichenden Schaden für die 31.000 Betriebe im Land, so der DEHOGA weiter.

Grundsätzlich beobachte die Landesregierung die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus im Land. Bei Bedarf könnten bis zu 7,5 Millionen Euro bereitgestellt werden, um die Wirtschaft zu unterstützen, wie Kretschmann betonte. Für weitere Hilfen müsse der Landtag zunächst einen Nachtragshaushalt verabschieden. Zunächst solle sich aber erst die Wirtschafsministerin mit Arbeitgeber- und Gewerkschaftsvertretern über die aktuelle Lage beraten, so Kretschmann weiter.

Blutkonserven-Mangel in Baden-Württemberg

Normalerweise verzeichnet der Blutspendedienst Hessen/Baden-Württemberg 2.500 Blutspenden pro Tag. Zuletzt waren es weniger als 2.000. Das hat zur Folge, dass die Vorräte an Blutkonserven knapp werden. Sie reichen gerade noch für zwei Tage. Der Sprecher des Blutspendedienstes vermutet, dass viele Menschen die Spendetermine aus Angst vor dem Coronavirus meiden. Das Virus ist jedoch gar nicht über das Blut übertragbar. Zudem werde beim Blutspenden auf größte Hygiene geachtet, wie das Deutsche Rote Kreuz betont. In der Uniklinik Freiburg werden wegen des Mangels derzeit sogar Operationen verschoben. Deshalb appelliert die Uniklinik nun an alle Menschen in Freiburg und Umgebung, zur Blutspende zu gehen.

Zum Begriff „neuartiges Coronavirus“

In seiner Berichterstattung spricht der SWR vom „neuartigen Coronavirus“. Die Weltgesundheitsorganisation nennt den Virus aber „SARS-CoV-2“. Wie kommt es zu dem Unterschied? Das tun wir aus zwei Gründen. „SARS-CoV-2“ ist sehr sperrig, sowohl beim Hören als auch beim Lesen. „Neuer“ oder „neuartiger Coronavirus“ ist zwar verkürzt, aber verständlicher. Den Zusatz, dass es sich um einen neuen Virus handelt, sehen wir aber als notwendig an, denn Coronaviren bilden eine komplette Virenfamilie. Sie wurden bereits in den 60er Jahre entdeckt und sehen kranzförmig aus. Der lateinische Begriff für Kranz ist „Corona“. Zu der Familie der Coronaviren gehört zum Beispiel auch das SARS-Virus, an dem 2002/03 hunderte Menschen starben. Das neue Virus aus China gehört auch zur Familie der Coronaviren. Die genaue Bezeichnung „SARS-CoV-2“ wurde eingeführt, weil das neue Virus in vielen Punkten dem alten SARS-Virus ähnelt.

Arbeitnehmer sollen im Zweifelsfall zu Hause bleiben

Die Unternehmen in Baden-Württemberg gehen bisher unterschiedlich mit der möglichen Ansteckungsgefahr um. Bei Bosch gibt es bis vorerst Ende März keine Dienstreisen von und nach China und in betroffene Gemeinden in Norditalien. Wer von dort zurückkommt, soll 14 Tage lang Homeoffice machen. Diese Regel gilt zum Beispiel auch bei SAP aus Walldorf. SAP und der Stuttgarter Autobauer Daimler verweisen auch auf die grundsätzliche Möglichkeit, nach Absprache von zu Hause aus zu arbeiten.

Beim Energieversorger EnBW sind die Vorgaben strenger. Hier dürfen Mitarbeiter, die aus Risikogebieten zurückkehren, zwei Wochen lang nicht an den Arbeitsplatz – notfalls werden sie bezahlt freigestellt. Wer Kontakt mit Personen aus den Risikogebieten hatte, soll mit dem Arbeitsmedizinischen Dienst das Risiko abwägen. Für betriebsnotwendige Tätigkeiten der EnBW, vor allem Strom-, Gas-, Wassernetze und Kraftwerke, gebe es eigene Notfallpläne. Dafür bestehe aber bislang noch keine Notwendigkeit. Auch wo kein Homeoffice möglich ist, zum Beispiel bei Verkäufern, gelten Vorsichtsmaßnahmen. Lidl aus Neckarsulm (Kreis Heilbronn) zum Beispiel erklärte, man sorge für Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter und habe sie dafür sensibilisiert, bei Krankheitssymptomen oder Kontakt mit einer infizierten Person rechtzeitig einen Arzt zu kontaktieren. Auch hier gilt: Im Verdachtsfall oder wenn sie kürzlich in einem Risikogebiet waren, müssen Mitarbeiter zu Hause bleiben.

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Coronavirus-Zahl-der-Infektionen-in-Baden-Wuerttemberg-steigt-auf-28,coronavirus-in-bw-104.html