Seit Juni 2024 ist die Cannstatter Rosensteinbrücke Geschichte. Bei einer Prüfung 2021 wurden an dem Bauwerk schwere Schäden festgestellt, die zu einer Sperrung der Spannbetonbrücke führten. Ein Abriss der 1953 fertiggestellten Neckarquerung (Bild 1) war unumgänglich. Bereits seit 1929 verband ein Vorgängerbauwerk die Prag- mit der Badstraße an derselben Stelle, bis die Brücke im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Übrigens ist das nun verschwundene Bauwerk nicht die einzige Rosensteinbrücke, die über den Neckar führt. Nur wenige hundert Meter entfernt, fahren Züge über eine Eisenbahnbrücke gleichen Namens. Diese ist bereits seit 1915 in Betrieb (Bild 2&3) und soll nach der Fertigstellung des Bahnprojekts Stuttgart 21 außer Dienst genommen werden. Eine neu entstandene Eisenbahnbrücke in direkter Nachbarschaft wird diese ab 2025 ersetzen. Die Zukunft beider Brücken ist ungewiss. Dass eine neue Rosensteinbrücke vor den Toren der Cannstatter Altstadt kommen wird, ist klar. Wie diese aussehen wird, ob Pkw sie befahren dürfen oder ob gar eine Stadtbahnhaltestelle auf ihr entstehen wird, ist jedoch noch unklar. Die Zukunft ihrer Namensschwester ist ebenfalls offen. Ob der alten Bahnbrücke der Abriss droht oder sie für Fußgänger und Radfahrer erhalten bleiben kann, ist noch nicht geklärt.


