Die „Rossebändiger“ versuchen bereits seit 1848 im Unteren Schlossgarten ihre Pferde unter Kontrolle zu halten. Die beiden Statuen aus Carrara-Marmor bilden den Eingang zur prächtigen Platanenallee, die in den angrenzenden Rosensteinpark führt. Sie ist eines der letzten Zeugnisse der ursprünglichen Gartenanlage die vor über 200 Jahren von Nikolaus Friedrich von Thouret geplant wurde. Damit der Spazierweg so rasch wie möglich fertiggestellt werden konnte, ließ der Bauherr – König Friedrich – 100 Sträflinge zur Baustelle heranziehen. Ausgerichtet wurde die zunächst Schnur gerade und aus 480 Bäumen bestehende Allee, auf den Turm der Cannstatter Stadtkirche im Zentrum des damaligen Kurorts. Vor etwa 100 Jahren, beim Bau des Bahnhofs von Paul Bonatz, wurden die parallel zur Allee verlaufenden Gleisanlagen ausgebaut. Kurz vor dem Rosensteinpark kamen sich Bahngleise und Bäume schließlich in die Quere und daher mussten letztere gefällt und der Verlauf der Allee geändert werden. Aufgrund dessen macht der Weg am oberen Ende nun eine Biegung nach rechts und die nachgepflanzten Platanen sind ein Jahrhundert jünger als ihre Vorgänger. Seit 1998 trägt die Allee den Namen des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und steht heute als Naturdenkmal unter besonderem Schutz.



